Nachdem ich in der letzten Woche nochmals bei der Kreisverwaltung angerufen und gebettelt habe, ja gebettelt, mir das schon zweimal angekündigte Schreiben mit der Ablehnung meines Kostenübernahme Antrages für ein Handbike zukommen zu lassen, habe ich heute Post von der Sachbearbeiterin bekommen.

Es ist ein schlechter Witz. Das Schreiben ist vor drei Monaten bei meiner Krankenkasse eingegangen und diese hatte es zügig zum Kreis weitergeleitet.

Mir wird mit heutigen Schreiben eine Frist von zwei Wochen eingeräumt um nochmals Stellung zu nehmen.

Originaltext 

‚ Aus den o.g Gründen habe ich vor, Ihren Antrag abzulehnen. Bevor ich aber einen rechtsmittelfähigen Bescheid erlasse, gebe ich Ihnen nach $ 24 Abs.1 SGB X die Gelegenheit, sich zu äußern, ‚

Dank der sehr engagierten Unterstützung der Anwältin des Handbikeherstellers Speedy konnte das Antwortschreiben zügig an die Kreisverwaltung gesendet werden.

Ich bin auf die Reaktion gespannt.

Eure Elke

 

PS

Handbike die Vierte folgt in den nächsten Tagen

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11 Kommentare zu „Handbike die Dritte 

  1. Da bekommt man ja richtig Zorn. Was sind schon die paar Euro für ein Handbike, wenn man einen Menschen dafür MOBIL und FIT hält!? Für jede „arme“ Bank in diesem Lande haben wir Milliarden und hier geht es um Gesundheitsvorsorge und REHA gleichermaßen. Da brauche ich ja nicht mal einen Förderschulabschluss, damit ich das kostenseitig argumentiere! Ich kenne das aus Betreuerarbeit und aus der Zeit als meine Mutter meinen Stiefvater gepflegt hat. Da muss man Haare auf den Zähnen haben bei den Behörden-Herrschaften. Tipp: Halt doch mal die Augen bei diversen „Nachbarschafts-Plattformen“ auf (sowas wie nebenan.de). Bei uns werden da manchmal die nützlichsten Dinge (letzthin erst ein „normales Dreirad“ ohne Handbetrieb für Erwachsene) inseriert. Aber da machst du sicher längst … So, jetzt geh ich mit Zorn auf die Verwaltungsköpfe dieser Welt in den Tag 😉 Viel Glück und Ausdauer!

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    1. Mein Unverständnis wird auch immer größer. Egal ob Botox gegen die Spastik oder ein Fußheber‘ My Gait ‚,eine Schuhanpassung, die Krankenkasse stellt sich quer. Botox bekommen Menschen mit Spastik nach einem Schlaganfall sofort genehmigt. Bei Spastik durch MS ist die Behandlung nicht vorgesehen. Wir haben über zwei Jahre gekämpft. Das Ergebnis, ich bekomme Botox aber die Spastik ist mittlerweile so stark, die Behandlungserfolge wären vor zwei Jahren gravierend besser gewesen. Den Fussheber habe ich genehmigt bekommen, als er überhaupt nicht mehr geholfen hat, einfach zu spät. Das Handbike bekommen Kinder sofort genehmigt, dass ist toll aber habe ich mit 56 Jahren keinen Anspruch mehr auf Lebensqualität. Ich weiß, alle diese Hilfsmittel und Behandlungen sind teuer, ein bettlägriger, pflegebedürftiger Mensch wird um ein vielfaches teurer werden. Von der Verzweiflung dieses Menschen und seinem Umfeld will ich hier erst gar nicht sprechen. Zweifellos ist unser Sozialsystem gut, aber bei chronisch erkrankten Patienten doch oft auch grenzwertig.
      Elke

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    2. „Ich weiß, alle diese Hilfsmittel und Behandlungen sind teuer, ein bettlägriger, pflegebedürftiger Mensch wird um ein vielfaches teurer werden.“ Da komme ich in Versuchung, den Verantwortlichen die zynische Kalkulation zu unterstellen, dass der bettlägrige Mensch dafür nicht mehr so lange lebt … Was mich da ärgert ist der UNWILLE von Behördenköpfen, das sich hinter Zuständigkeiten und kurzsichtigen Regeln und Paragraphen Verstecken. Dann sollen sie wenigstens so ehrlich sein und die zynische Wahrheit in die Bescheide schreiben, damit man eine Klagemöglichkeit hat. Mensch, sorge dafür, dass immer mindestens eines deiner Kinder Jurist wird!

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    3. Mein Lebensgefährte ist Jurist und dazu ein sehr guter. Er hilft mir so gut er kann. Aber wenn die Fälle vor das Sozialgericht gehen müssen, das dauert mehrere Jahre und dann werde ich die streitigen Mittel nicht mehr brauchen oder nutzen können.Die Handbikegeschichte hat jetzt gezeigt, der Antrag wird einfach von der Krankenkasse an eine Behörde weitergeleitet, die nicht zuständig ist. Es sind dann locker zwei Jahre um und ein neuer Antrag bei der Krankenkasse würde zumindest wieder genauso lange dauern und anschließend eventuell noch die Klage vor dem Sozialgericht.
      Die Weiterleitung der Kasse war unter Garantie eine Reaktion auf meine bei der Kasse bekannten Anwaltsunterstützung. DA GIBT ES BESTIMMT EINE ENTSPRECHENDE MARKIERUNG AN MEINER SERVICENUMMER.

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  2. Vieles ist ein Frage der Beharrlichkeit, nicht nur bei Krankenkassen und Ämtern. Leistungen lehnen sie erst einmal gerne ab, alle. Wohl dem, der dran bleibt.

    Grüße & gutes Gelingen !

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  3. Das erinnert mich an eine Story von uns. Wir hatten einen Wasserschaden. Dank meiner schnellen Reaktion (mitten in der Nacht), blieb der Schaden recht klein. Wir haben 1 Jahr hin und her geschrieben und telefoniert bis wir endlich den Schaden bezahlt bekommen haben. Was lernen wir daraus? Bleib hartnäckig, liebe Elke.

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