Berichten möchte ich in diesem Artikel über ein eher alltägliches Thema, die Körperhygiene, – pflege, die aber im Krankenhaus und durch Bettlägerigkeit kombiniert mit diversen anderen Begebenheiten plötzlich eine neue Herausforderung darstellt.

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Es ist ganz plötzlich ein Thema für mich geworden,  welches bestimmt viele andere betroffene Frauen und auch Männer nachvollziehen können

Aufgrund meiner Behandlung im Krankenhaus habe ich einen Zugang am Hals gelegt bekommen. Da die Infektionsgefahr ziemlich hoch ist und ich über zwei Wochen mit diesen wunderschönen bunten Antennen am Hals vorlieb nehmen muss, heißt das für mich, wenigstens 2 Wochen keine Haare waschen. Zudem bin ich bis auf die Toilettengänge und kurze Sitzduschen als bettlägerig zu bezeichnen.

Duschen bis unter den Armen geht, dann beginnt der Bereich partizieller Katzenwäsche.

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Hier haben sich auf jeden Fall der lang bewährte Waschhandschuh, gibt es auch als Einmalexemplar, feuchte Gesichtsreinigungstücher, Q-tips und eine milde Gesichtsreinigungslotion bewährt.

Mit diesen Utensilien klappt das Umschiffen der Katheter, Verbände und Klebestreifen selbst hinter den Ohren recht gut. ohne risikoreiches Gematsche. Zudem sind die Reinigungstücher mit milden Waschextraten getränkt und somit sehr hauttschonend, im Nachttisch deponiert immer greifbar und flexibel einsetzbar zum Reinigen, Wischen und einfach nur für den kleinen Frischekick zwischendurch.

Schnelleinziehende und gut duftende pflegende Hautlotionen tragen zudem sowohl zur Pflege, als auch zu einem gepflegten Körpergefühl bei. Zumal zumindest bei mir der ständige Kontakt mit Hygienelotion, der Bettwäsche und die gesammelte Ladung Medikamente zu einer trocknen Haut führen.

1507481507080-1838189992Für anspruchsvollere Menschen und auch in den Sommermonaten ideal, gibt es Sprühflaschen mit kühlenden und pflegenden Sprays auf Wasserbasis, erhältlich in Drogerien, Parfümerien und vielleicht auch Apotheken

Jetzt zu den Haaren.

Zum Glück nenne ich viele,  kaum fettende Haare, mein Eigen. Die Masse der Haare sind jedoch auch wieder ein Problem beim täglichen Abkleben und beim Anschließen der Geräte an den Halskatheter. Hierbei werden auch regelmäßig einige Haarsträhnen abgeschnitten, weil sie sich ganz verliebt mit dem Kleber vereinigen

Aber was ist jetzt frisurtechnisch zu machen. Schließlich muss die betroffene Seite so haarfrei wie möglich gehalten werdern.

Für mich gibt es nur zwei Alternativen:

Entweder raspelkurz schneiden – gut für die Hygiene und man(n), frau sehen gepflegt aus und die Haar stehen auch nach längeren Waschentzug nicht in alle Richtungen kreuz und quer vom Kopf ab und die Haarwurzeln schmerzen nicht

oder

lange Haare, die zu verschiedenen Seiten weggebunden und hochgesteckt werden können.

Tägliches ausdauerndes bürsten, vielleicht auch vom lieben Besuch,  ist pflegend, wohltuend und wirkt auch den hier  bereits angesprochenen Haarwurzel(Schmerzen) entgehen.

In Drogerien und Parfümerien gibt es Trockenshampoons, die nicht mehr wie weiße Flocken rieseln, ein sauberes Haargefühl hinterlassen, die Haare auflockern und zudem frisch riechen.

Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Für ganz schnelle und praktische, haltbare Haarkreationen für meine langen Haare habe ich die tollsten Erfahrungen, auf Nachfrage, mit dem Krankenhauspersonal ( Schwestern) aus der Türkei, Griechenland, Syrien o.ä Ländern gemacht.

Die Damen sind so freundlich, meist auch noch lustig, flott und fingerfertig, im Bezug auf frisieren, es ist erstaunlich und die Frisur überdauert spielend zwei Tage und eine Nacht.

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Da ich meinem Zahnputzfimmel,  hier liegend, nicht so häufig wie gewohnt frönen kann, verzichte ich auf Kaffee, schwarzen Tee, Mohnbrötchen usw. und behelfe mich zusätzlich zwischendurch mehrmals täglich mit zahnreinigenden Kaugummis.

Kleidungsmäßig setze ich neben Schlafanzügen mit weitem Halsausschnitt auch auf Leggins und Shirts in möglichst hellen Farben, dunkle Farben sehen durch die Fusseln der Bettwäsche immer flusig aus.

Weiche Kuschelsocken und ein lockeres Halstuch machen es bei den Temperaturen auch am offenen Fenster liegend, gemütlich.

Für mich unverzichtbar in Bettnähe ist Fett für die Lippen, ein kleiner Handspiegel, ein scharfes Messer, Brillenputztücher, Taschentücher und last but not least, Hygienereinigungstücher.

Leider verursachen diese Utensilien mehr Verpackungsmüll als mir lieb ist. Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich dafür schnellstmöglich beginnen mir einige Hygieneartikel selber herzustellen, um die Müllsünden so wieder gut zu machen.

In der Hoffnung und großer Vorfreude auf eine baldige ausgiebige Dusche und Haarwäsche zu Hause

verbleibt

eure Elke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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32 Kommentare zu „Pflegetipps – plötzlich bettlägerig im Krankenhaus

  1. Ist es denn nicht Argument genug, dass die von der Krankenkasse gewählte Einrichtung sinnlos für deine Gesundheit ist? Da versteht man die Herrschaften gar nicht.
    Drücke dir die Daumen, dass du doch noch eine bessere Variante für dich finden wirst, liebe Elke.
    Ich wünsche dir erst einmal ein angenehmes Wochenende.
    Ellen

    Gefällt 2 Personen

  2. Hallo liebe Elke,
    nachdem ich die Kommentare hier gelesen habe, möchte ich mich erkundigen wie es dir geht. Bist du mittlerweile aus dem Krankenhaus heraus? Wie sieht es bei dir momentan aus?
    Herzliche Grüße
    von Ellen 💌

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    1. Liebe Ellen,
      Dienstag Abend durfte ich das Krankenhaus endlich verlassen. Jetzt bin ich überglücklich wieder zu Hause zu sein, stehe aber schon wieder in den Startlöchern zur Anschlussreha.
      Aber wie sollte es anders sein, die Krankenkasse zickt wieder rum. Die vom Krankenhaus und mir ausgewählte Einrichtung ist denen zu weit weg und das von denen ausgewählte Haus verfügt über keine sinnvollen Behandlungsmöglichkeiten für mich. Mein Angebot für den Transport selber aufzukommen wurde abgelehnt. Unverständlich, aber was bleibt ist immer nur ärgern.
      Ich werde berichten.
      Vielen Dank für dein Interesse und ein schönes Wochenende
      Elke

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  3. Wow! Das sind wertvolle Tipps. Ich habe gerade in meinem Nachtschrank liegen: Spiegel, Bürste (da ja langes Haar),Waschlappen, Mascara, Gummibärchen (!!!), Vitamintabletten, Hautcremes – Mensch, was da alles rein passt! 😯😂
    Meinen Arm haben sie heute zerstochen, weil sie keine Vene fanden. Eigentlich das erste Mal…

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du bald nach Hause gehen darfst.

    Liebe Herzensgrüße
    Sylvia

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Sylvia, ich hoffe du wirst nicht so ein ‚ Nesthocker ‚ wie ich es hier bin. Drei Wochen habe ich um und bis Mittwoch werde ich noch bleiben müssen. Meine beiden Arme, der Hals und der ganze Bauch sehen aus wie ein Farbenspiel aus lilablau, rot, gelb und verwaschem grün. Wenn wir mal nicht zu Trendsettern werden.;-)
      Alles Liebe
      Elke

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    2. Nein, liebe Elke, bei Giftspritzen muss man nicht so lange bleiben. Bei mir sind nur Arme und eine Hand blau. Sie haben die Venen nicht gefunden zur Narkose. Komisch, das war das erste Mal. Vielleicht hängt es mit der großen Gewichtsabnahme zusammen – keine Ahnung. Der Blutdruck ist bei mir ein Problem. Er war bei 83/52.
      Aber das wird schon.
      Ich drücke Dir so sehr die Daumen! Vor allem, dass es erfolgversprechend ist – wenn du schon so viel aushalten musst, Du Tapfere. 💜💛💚

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    3. Hallo Sylvia,
      ich bin gestern Abend entlassen worden. Für nächste Woche Mittwoch ist die Aufnahme in der Reha geplant, aber mittlerweile wieder vakant, weil meiner Krankenkasse wieder etwas nicht passt.
      Das ist immer so, ich bin halt chronisch krank und solche Patienten mag die TK nicht so gerne.
      Die Maßnahme ist als Anschluss Reha vom Krankenhaus beantragt und es besteht auch ein Vertrag zwischen Reha und Tk. Ich werde es morgen telefonisch erfahren.
      Mir geht es immer noch nicht viel besser, die MS arbeitet wohl immer noch akut gegen mich.
      Zumindest kann ich wieder ein paar Schritte gehen und Schlucken und Sprechen funktioniert sogar wieder gut. Jetzt bin ich erst einmal wieder glücklich zu Hause zu sein.
      Ich freue mich über dein Interesse und hoffe, dass dein Krankenhausaufenthalt Früchte getragen hat.
      Ganz liebe Grüße
      Elke

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    4. Liebe Elke,
      ich wünsche Dir so sehr, von ganzem Herzen baldige Besserung und weniger bürokratische Hemmnisse – es ist schon ein Kreuz mit diesen Krankenkassen. Da fragt man sich oft, wie man bei diesen ewigen Kämpfen noch gesund werden soll. Aber wollen wir positiv denken – das ist das Einzige, was uns hilft.
      Bitte halte uns auf dem Laufenden, ja?

      Ich warte noch auf das Resultat der Botox-Spritzen (leider nicht ins Gesicht – kleiner Spaß, den ich mir immer erlaube 😉 ). Vielleicht hat ja mein «Lieblingsorgan» Lust, sich vom Gift umstimmen zu lassen – es bleibt zu hoffen.

      Ich grüße Dich herzlich.
      Sylvia

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    5. Hallo Sylvia,
      ich bekomme alle drei Monate Botox in mein rechtes Bein und den Fuss gespritzt. Die ersten Sitzungen haben kein überzeugendes Ergebnis gebracht. Mitterweile hilft es gut, leider nur nicht bis zur nächsten Behandlung.
      Ich hoffe du kannst dich bald auch über gravierende Ergebnisse freuen.
      Ganz liebe Grüße
      Elke

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    6. Das ist blöd – menno. 😦

      Ich hatte es 2008 schon in Kiel bekommen – da war diese Art Behandlung noch neu und wurde nur in drei Bundesländern praktiziert. Es wäre gut gegangen, wenn ich nicht einen autoimmunen B12-Mangel gehabt hätte, von dem zu dem Zeitpunkt niemand wusste. Das führte dann zu unzähligen schweren Nierenbeckenentzündungen und Krankenhausaufenthalten.
      Ich hoffe, diesmal ist der Erfolg ungetrübt – mein B12-Wert ist wieder normal.
      Ich muss es alle halbe bis aller einem Jahr wiederholen, wenn es diesmal mit 200 Einheiten klappen sollte.

      Ganz liebe Grüße an Dich
      Sylvia

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    1. Danke liebe Reni,
      ich hoffe, dass ich in einer Woche nach Hause darf. Dann war ich einige Wochen hier im Krankenhaus. Unglaublich, ich dachte, so einen langen Aufenthalt würde es in normalen Krankenhäusern gar nicht mehr geben.Man lernt nie aus..
      LG Elke

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  4. yo, kenn ich.. haare sind bei mir kurz, mundspylløsung (gryn, pfefferminzscharf) und besagte ‚leichte‘ kleidung auch pflicht. ich sitze ja eh immer im rolli, da gewøhnt man sich an erhøhtes abfallaufkommen. 😦

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    1. Da bleibt nur, für sich machbare und gute Lösungen für die Alltagsbewältigungen zu finden. Da macht ‚ Not ‚ auch erfinderisch.
      Fühle dich gegrüßt
      Elke

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  5. Liebe Elke,
    ich wünsche dir, dass du bald wieder nach Hause kannst. Deine Ausstattung für die Zeit im Krtankenhaus werde ich mir merken, das klingt alles sehr gut und sinnvoll, schließlich möchte man sich wenigstens einigermaßen wohlfühlen.
    Alles Gute für dich und herzliche Grüße
    Regina

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    1. Danke liebe Regina,
      es wird auch wirklich langsam Zeit, der Krankenhausblues ergreift langsam Besitz von mir. Aber die Behandlung schlägt an, also durchhalten.
      Ich freue mich über deine lieben Grüße,
      bis bald bestimmt von zu Hause
      Elke

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  6. Hallo Elke.
    Schön von dir zu lesen.
    Deine Tipps sind wieder einmal sehr gut und detailliert da gestellt. Zum Glück gibt es im Beautybereich allerhand tolle Produkte für unterwegs und auf die Schnelle die du jetzt super nutzen kannst.
    Das Negative ist natürlich der von dir erwähnte Müll, den man dabei produziert. Solange man solche Sachen nicht im Alltag zuhause nutzt ist es okay.
    Ich hoffe du hast dir viele Sachen mitgenommen um die lange Zeit auszuhalten.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.
    LG, Nati

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    1. Liebe Nati,
      es tut gut, so ein liebes und positives Feedback zu bekommen.
      Heute habe ich noch wieder eine Verlängerung bekommen. Langsam aber sicher bekomme ich den Krankenhausblues aber ich bin auch dankbar.
      Viele liebe Grüße
      bis bald, hoffentlich von zu Hause
      Elke

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  7. Was plötzlich alles so bedacht werden muss…
    Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir bald wieder besser geht und du entlassen werden kannst. Zuhause ist so manches doch sicherlich einfacher.

    Alles erdenklich Liebe und herzliche Grüße
    Anna-Lena

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Anna- Lena,
      ich danke dir für die lieben Grüße und Wünsche. Mein Heimweh wird auch immer größer, aber die heutige angeordnete Verlängerung schaffe ich auch noch. Hauptsache es wird besser.
      Dir auch liebe Grüße
      Elke

      Gefällt 1 Person

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