Die Kreisverwaltung hat den Widerspruch für das Handbike zurückgewiesen.

 

Begründung des Kreises für die Ablehnung:

“ IHRE KRANKENKASSE  HAT MIR IHREN ANTRAG AUF ÜBERNAHME DER KOSTEN FÜR EIN MANULLES ROLLSTUHLZUGGERÄT MIT RESTKRAFTUNTERSTÜTZUNG ÜBERSANDT, DA SICH DIE KRANKENKASSE NICHT FÜR ZUSTÄNDIG HÄLT.“

ICH HABE DAHER GEPRÜFT, OB ES SICH UM EINE LEISTUNG DER EINGLIEDERUNGSHILFE  NACH DEM SGB XII HANDELN KÖNNTE. DIES HABE ICH JEDOCH MIT BESCHEID VOM 17.05.2017 VERNEINT UND IHREN ANTRAG ABGELEHNT.

GEGEN DIESEN BESCHEID RICHTET SICH IHR WIDERSPRUCHNVOM 02.06.2017, DEN SIE AUSFÜHRLICH BEGRÜNDET HABEN. DER wWIDERSPRUCH IST FORM- UND FRISTGERECHT, SACHLICH JEDOCH NICHT BEGRÜNDET.

AUFGRUND IHRER BEHINDERUNG GEHÖREN SIE DEM GRUNDE NACH ZUM BERECHTIGTEN PERSONENKREIS ZUR GEWÄHRUNG DER EINGLIEDERUNGSHILFE. EIN ANSPRUCH AUF DAS VON IHNEN BEGEHRTE HILFSMITTEL BESTEHT JEDOCH IM RAHMEN DER EINGLIEDERUNGSHILFE NICHT. LEISTUNGEN WERDEN AUS MITTELN DER ALLGEMEINHEIT ERBRACHT UND KÖNNEN DAHER NUR DANN ÜBERNOMMEN WERDEN, WENN DIESE AUCH ERFORDERLICH SIND.

……………………DAS VON IHNEN BEGEHRTE HILFMITTEL STELLT ABER EIN VON DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG ZU LEISTENDES HILFMITTE DAR“………..

……………….

So einfach geht das, es wird einfach an irgend jemanden weitergeleitet der nich zuständig ist, das dauert und dauert und letztendlich wird der Antragsteller so mürbe gemacht.

Ob ich das auch mit meiner Einkommenssteuererklärung in diesem Jahr probieren sollte, die sende ich vielleicht an das Zollamt oder Friedhofsamt, statt an das Finanzamt und komme so um eine Nachzahlung herum.

Ich habe keine Worte mehr für dieses Vorgehen der Krankenkasse, die übrigens auch 2017 wieder zur besten Krankenkasse des Jahres gewählt wurde.

Ohne Worte

Den gesamten Verlauf, Sachverhalt könnt ihr hier nachlesen:

Handbike, Handbike die Zweite, Handbike die Dritte

 

eure Elke

 

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15 Kommentare zu „Handbike die Letzte -Ablehnungs-bescheid 

  1. Hallo Elke,
    das ist ein perfides Trauerspiel, wie ich es aus anderen Zusammenhängen auch kenne. Mir hat damals geholfen, dass ich mich eingehend selbst kundig gemacht habe, und dass ich hartnäckig geblieben bin und selbst nach drei Ablehnungsbescheiden nicht aufgegeben habe …
    Deine Anwälte kenne ich nicht, deswegen erlaube ich mir auch kein Urteil. Aber meine Erfahrung mit Anwälten ist –mal wohlwollend ausgedrückt– dass sie nicht persönlich vom Anlass betroffen sind und sich deshalb auch nicht mit aller Energie für eine Lösung einsetzen, und dass sie manchmal sogar in einer speziellen Fragestellung nicht kompetent sind, dies aber nicht zugeben wollen …
    Bei einer wesentlich kleineren Angelegenheit nahm ich einmal telefonisch mit dem Sachbearbeiter der Versicherung Kontakt auf. Als dieser sich sperrte, wollte ich wissen, wer sein Vorgesetzter ist. Das hat geholfen.
    Wenn Du also noch Zeit und vor allem Kraft dazu hast, bleibe dran! (Hilfreich ist dabei immer, wenn man sich selbst ein Stück weit kundig macht. Nutze doch das „Netz“ dazu, solche Menschen zu finden, die Dir mit Informationen weiterhelfen können.)
    Trotzdem: Ein schönes Wochenende und alles Gute!
    Lieben Gruß, Michael

    Gefällt 1 Person

  2. Wenn ich das richtig verstehe, hat die Krankenkasse über das Hilfsmittel nicht entschieden, sondern sich für unzuständig erklärt und an den zuständigen Sozialleistungsträger abgegeben. Die Kreisverwaltung verweist auf die Vorrangigkeit der Krankenkasse (Hilfsmittel der Krankenkasse).
    Jetzt würde ich den Antrag sofort wieder bei der Krankenkasse einreichen und aufgrund der Regelungen des Patientenrechtegesetzes (https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Verbesserung_der_Rechte_von_Patientinnen_und_Patienten#Fristen_f.C3.BCr_Leistungszusagen_der_Krankenkassen) muss sie binnen weniger Wochen entscheiden (drei bis sechs Wochen – tut sie es nicht rechtzeitig, kann der Patient sich die Leistung zulasten der Krankenkasse selbst besorgen). Bei Leistungsablehnung => Widerspruch => Widerspruch wird nicht abgeholfen => Klage vor Sozialgericht (kostenfrei & Anwalt ist nicht erforderlich => Amtsermittlungsgrundsatz (das Gericht kümmert sich um alles selbst)).

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke, ein sehr hilfreicher Hinweis, das ist mir völlig unbekannt. Gibt es dafür Fristen nach Eingang des Ablehnungbescheides?
      Vielen lieben Dank für deine Hilfe
      Elke

      Gefällt 1 Person

    2. Wenn der ablehndende Bescheid oder der ablehnende Widerspruch eine Rechtsbehelfsbelehrung enthält, dann hast du einen Monat Zeit Widerspruch/Klage zu erheben. Fehlt die Rechtsbehelfsbelehrung hast du ein Jahr Zeit.

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  3. So etwas macht mich wütend. Auch wenn ich nicht betroffen bin. Anstatt sie dafür sorgen das Menschen mit Einschrenkungen Hilfe bekommen, wird alles hin und her geschoben. Gibt es keine andere Stelle an die man sich wenden kann? Die rechtliche Hilfestellung gibt oder sich für Menschen mit Einschränkungen/Behinderungen einsetzt?

    Gefällt mir

    1. Nein liebe Nati,
      ich habe natürlich die Möglickeit einen erneuten Antrag bei der Krankenkasse zu stellen und letztendlich wieder viel zu schreiben, warten und mich aufzuregen. Selbst wenn ich dann nach zwei Jahren einen positiven Bescheid bekommen würde, was ich bezweifel, stellt sich mir die Frage, kann ich das Handbike dann noch betätigen? Ich werde mich jetzt also notgedrungen um eine Alternative kümmern, die mir jetzt treue Dienste leistet.
      Rechtliche Hilfestellung hatte ich in der Angelegenheit von zwei Anwälten.
      Was hat es genutzt.
      LG und eine schöne Zeit
      Elke

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